3 Tage Paris – Ein Wochenende für Mama & Tochter // Reisetipps

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3 Tage Paris Reise Tipps 

3 Tage Paris waren für uns ein Wochenende für Mama und Tochter. Das war die beste Idee des Jahres, muss ich sagen! Mit einer Teenietochter kann man ganz wunderbar Städtetrips machen, wir haben viel gesehen, viel erlebt und trotz unseres straffen Programms herrlich entspannt. Wie wir die drei Tage gestaltet haben und welche Tipps wir euch für den Kurztrip ans Herz legen, lest ihr in diesem Reisebericht “3 Tage Paris”.

Vorab: Besorgt euch zwei Apps für eure Reise. Beide sind kostenlos! Einmal die App “Next Stop Paris, für eine gute Übersicht zum METRO-Fahrplan. Außerdem gibt es in dieser App kostenlose Audioguides zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, die man sich anhören kann. Die zweite App heißt “Paris Metro” und bietet an, dass ihr euren Standort ermitteln lasst und eintragt, wohin ihr möchtet. Das System spuckt euch dann eure Metro-Route aus. Beide Apps haben wir wirklich ständig genutzt. Absolute Must Haves!

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Wichtig: Vor allem in den Metro-Stationen, in der Metro selbst und an den Hot Spots sind Taschendiebe unterwegs. Darf man wirklich nicht unterschätzen, da sie recht kreativ sind. Wir fühlten uns mehrmals bedrängt und sind auch öfters “geflüchtet”. Obwohl wir unser wichtigstes Hab und Gut, Pässe, Karten und Geld, immer ganz nah bei uns trugen. Dennoch: Seid Achtsam. Auch beliebt sind die Typen, die vor euren Augen Fotos von sich an Sehenswürdigkeiten machen und sich eigentlich wie Touristen anfühlen. Der Trick ist alt, aber er funktioniert noch immer bei vielen. Irgendwann fragen sie euch, ob sie euch auch fotografieren sollen – und dann sind sie weg. Mit eurer Kamera oder eurem Smartphone. Oder beidem. Wir haben außer Selfies kein Foto von uns beiden. Aber immerhin haben wir alle unsere Geräte noch.

Noch ein Tipp: Auf Taxi würde ich in Paris verzichten, weil man der Stadt einfach nicht so nah ist wie zu Fuß oder mit der Metro. Wenn ihr aber Taxi fahren solltet, fragt vorher nach dem Preis. Manchmal gibt es nämlich Festpreise, die preislich echt heftig hoch sind! So fuhren wir vom Gare Du Nord zum Hotel gerade mal 7 Minuten für 35 Euro.

Womit wir dann auch beim nächsten Thema wären: Paris ist teurer als man denkt – immerzu. Insbesondere sind es die Softdrinks, auch übrigens Kaffee, oder läppisches Wasser. Deckt euch zumindest fürs Hotel und die Tagestrips mit etwas mitgebrachtem Wasser oder Wasser aus dem Supermarkt ein, da kostet die kleine Flasche dann wenigstens “nur” zwei Euro und keine fünf Euro, wie in Cafés oder Restaurants.

Zur Lage des Hotels: Wir hatten einen super Tipp und kamen im Hôtel de Sèze, ein  4-Sterne-Hotel in der Nähe der Place de la Madeleine, wenige Minuten von der Pariser Oper entfernt, unter. Das war preislich jetzt auch kein Schnäppchen, war für mich aber zweitrangig, weil ich einfach eine schöne Bleibe in guter Lage wollte. Tipp: Über Booking.com gibt es manchmal ganz günstige Angebote für ein Doppelzimmer.

So, genug Basics erzählt, lasst uns in die Reisetipps eintauchen. Diese sind, weil meine Tochter das erste Mal in der Stadt war, natürlich auch von typischen Hotspots geprägt – aber eben nicht nur, lest selbst:

TAG 1: MONTMARTRE ○ GALERIE LAFAYETTE

Am ersten Tag hatten wir genau genommen nur noch einen halben Tag, da wir erst gegen Mittag in Paris ankamen. Trotzdem wollten wir sofort ins Geschehen eintauchen und nichts ist für den Start besser geeignet, als ein Besuch im Künstlerviertel Montmartre.
Wir sind bereits an der Metro-Station “Blanche” ausgestiegen und dann über die Rue Lepic gelaufen. Sehr niedliche Straße mit tollen, kleinen Läden, Patisserien, vorbei an Moulin Rouge und dem Cafe des Deux Moulins, das ihr sicher aus “Die fabelhafte Welt der Amélie” kennt. Da könnte man jetzt meinen, dass gerade deshalb das Café eine absolute Touristen-Bude ist. Dem ist aber eben nicht so und draußen wie drinnen sitzen viele Franzosen.

Am Ende der Rue Lepic ist der Weg zu Sacre Coeur dann auch schon ausgeschildert, wir sind trotzdem immer mal wieder in kleine Gassen rein und wieder raus, haben hier und da und ständig kleine Kaffeepausen gemacht und das rege Treiben einfach nur genossen.

Als wir alle Treppenstufen erklommen hatten, waren wir dann endlich oben: Montmarte, mittendrin. Überall, auch an Sacre Coeur war natürlich die Hölle los. Kein Wunder, denn wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf die Stadt von oben ist unbezahlbar, die Atmosphäre toll – ich bin immer wieder gerne hier.

Lilly wollte sich oben direkt von Straßenkünstlern zeichnen lassen. Und ja, es ist wirklich schwer, ihnen zu entkommen, und natürlich habe ich mich breitschlagen lassen. Die ziemlich schlechte Zeichnung meiner Tochter, auf der man sie leider auch nicht wiedererkennt, kostete uns 40 Euro. Weiß man ja, dass das meistens Mist ist. Sie weiß es nun auch fürs Leben 🙂
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Übrigens macht auch der Abstieg bis nach unten wieder eine Menge Spaß, man entdeckt so herrliche Anwesen, sollte sich auf dem Weg unbedingt ein Eis gönnen oder eine andere Köstlichkeit der vielen Patisserien, an denen ihr vorbei kommen werdet …

Von Montmartre fuhren wir dann wieder über die Metro-Station Blanche zu unserem Hotel und der Metro-Station Madeleine zurück und checkten fix ein, damit wir weiter ziehen konnten.

Unser nächstes Ziel: Galerie Lafayette. Dort waren wir dann auch wirklich bis zum Abend und haben eine Menge geshoppt. Ich empfehle wirklich jedem, sich viel Zeit für dieses besondere Kaufhaus zu nehmen.

TAG 2: PLACE VENDOME ○ LADUREE ​○ JARDIN DES TUILERIES ○ ANGELINA ○ LOUVRE ○ EIFFELTURM ○ CHAMPS-ÉLYSÉE 

Am nächsten morgen ging es früh und zu Fuß los und wir waren schon gegen 9 Uhr am Place Vendome. Somit waren wir nahezu die einzigen Touristen an diesem schönen Fleckchen. Die Gegend rund um den Place Vendome muss man einfach erkunden. Ganz klar, dass sich so viele Luxusläden rund um das architektonische Schätzchen platzieren.

Vom Place Vendome sind wir dann Richtung Rue de Castiglione gelaufen, denn dort versteckt sich ein Ladurée-Lädchen, in dem man die berühmten und besten Macarons bekommt, spart sich aber langes Anstehen – wie zum Beispiel im Ladenlokal auf der Champs-Élysées. ​Ganz egal, in welche der vielen Dependancen – man MUSS zu Ladurée, wenn man in Paris ist!
Ladurée, Rue de Castiglione, Paris

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Ich finde: Wenn Macarons, dann nur die nach dem Original-Rezept von Maison Ladurée. Diese Stücke haben wir gekauft:
Nach unserem Einkauf bei Ladurée ging’s dann zu Angelia in die Rue de RivoliAuch dort gibts natürlich Macarons, wir haben uns aber einen Kuchen-to-Go gegönnt und ihn gegenüber in den Gärten JARDIN DES TUILERIES gefrühstückt. Kuchen zum Frühstück, das darf man – in Paris 😉 {Danke, liebe Patricia, für den Tipp!}
In der wunderschönen Parkanlage am Louvre könnt ihr überall sitzen und ein kleines Päuschen machen – es stehen nämlich jede Menge grüne Stühle für Gäste bereit. Als wir (im August) dort waren, fand sogar eine Kirmes statt – die musste ich Fotografieren, weil ich dachte: Selbst so ne einfache Kirmes sieht hier schöner aus als bei uns! Paris halt 
Falls ihr gutes Wetter habt, plant hier ein bisschen Zeit in der Parkanlage ein – sie gehört zu den schönsten Europas und es gibt auf dem Weg zum Louvre viel zu entdecken! Apropos Louvre: Nicht am Eingang von den langen Besucher-Schlangen frustrieren lassen, lieber die Seiteneingänge nutzen. Aber, pssst – Geheimtipp! Es gibt nur einen Seiteneingang, an dem es nicht funktioniert, alle anderen klappen aber prima und ohne Schlange stehen.

Nach dem Louvre brachten wir dann fix unsere Macarons zurück ins Hotel, damit wir sie beim Eiffelturm nicht mit uns rumschleppen müssen. Und wie das so ist, wenn Mädchen gemeinsam unterwegs sind: Wir haben uns nochmal umgezogen. Denn es war mittlerweile Mittag und 27 Grad in Paris. Lange Jeans war dann nicht mehr so angesagt.

Am Eiffelturm angekommen bemerkten wir dann zum ersten Mal die Auswirkungen des Ausnahmezustands in Frankreich als “Antwort” auf die Terroranschläge. Ich hatte dazu schon im Vorfeld diesen Artikel in der ZEIT gelesen und war dann doch etwas besorgt. Ja, am Eiffelturm ist die Situation heute, verglichen mit der vor drei Jahren, wirklich anders. Bei meinem letzten Besuch vor drei Jahren war es möglich, einfach unter den Eiffelturm zu laufen und sich auf dem Plateau unten frei zu bewegen. Das ist alles anders, sprich: abgesichert. Ran und rein kommt nur, wer ein Ticket hat. Es folgen Sicherheitskontrollen, Metalldetektoren und Co. War uns etwas zu heikel, so dass wir nur dort aber nicht oben waren. {unten seht ihr ein Bild vom Ausblick – das habe ich bei meinem letzten Paris-Besuch gemacht, es ist also nicht aktuell.}

Was wir aber übrigens nicht gesehen haben: Polizei oder patrouillierende Soldaten. Oder sagen wir: noch nicht …

Wer plant, mit dem Aufzug am Eiffelturm auch in die Lüfte zu gehen, der sollte mehrere Tagen oder Wochen vorher Tickets dafür online bestellen. Wir hatten uns zwei Tage vor Reiseantritt dafür interessiert, da war alles ausverkauft, nur noch unseriöse Seiten boten ein Ticket für 56 Euro pro Person – das war mir dann doch ETWAS zu viel.

Der Eiffelturm ist in den Sommermonaten ab 9 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet. Man kann ihn zu Fuß oder per Lift erklimmen. Beide Varianten setzen voraus, dass man dafür ein Ticket erwirbt. Auf der offiziellen Website findet ihr die Preise. Die sind ein guter Richtwert, um zu erkennen, welche Anbieter im WWW oder vor Ort völlig überteuert anbieten.

CHAMPS-ÉLYSÉE ​

Zum späten Nachmittag schlenderten wir noch über die CHAMPS-ÉLYSÉE, besuchten das Beauty-Paradies SEPHORA, ließen es uns beim Muscheln Essen gut gehen und den Abend gemütlich ausklingen.

SEPHORA ist, für die, die es nicht kennen, Douglas in der Variante “geil”. Mega hippes Personal, tolle Eigenprodukte (die Handseife ist grandios!), nahezu alle im Laden können schminken, beraten und und und. Es gibt überall die Brow Bar von Benefit fürs Augenbrauen-Styling (Achtung, nur mit Termin, geht aber am gleichen Tag, selbst in Paris).

Sich schminken lassen gehört dazu und kostet nichts, natürlich aber wünscht man sich dann dort, dass man auch etwas kauft. Ich hab mir meinen Lieblingsconcealer Touche Eclat von Yves Saint Laurent mal bei Sephora auftragen lassen – und, nun ja, ich sag mal so. Der war irgendwie überall. Sah gut aus, keine Frage. Aber so würde ich mich zuhause nicht schminken. Den Concealer hab ich trotzdem gekauft – braucht man als Mama ohnehin IMMER.

SEPHORA gibts mehrmals in Paris, seit kurzen auch in Deutschland. Den Flagship Store an der CHAMPS-ÉLYSÉE ​solltet ihr aber auf jeden Fall besuchen, wenn ihr ein Faible für BEAUTYKRAM habt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TAG 3: NOTRE DAME ○ ÎLE SAINT-LOUIS ○ BERTHILLON Tag Drei und damit der letzte Tag für uns in Paris, aber wir haben noch ein bisschen Zeit, denn der Zug zurück geht erst um kurz vor Sechs am Abend. Wir starten also gemütlich in den Tag und gehen um die Ecke des Hôtel de Sèze am Place de la Madeleine ausgiebig Frühstücken. Tagesziel für heute: Notre Dame, ÎLE SAINT-LOUIS und ein Eis bei BERTHILLON.

Bei Notre Dame angekommen, wird es nun auch uns ein wenig unwohl. Hier sind sie also, die patrouillierenden Soldaten – und ja, die lächeln nicht, die bahnen sich ihren Weg, Menschen laufen weg, wenn sie in Sichtweite sind. Fühlt sich komisch an zwischen all dem Sonnenschein, den fröhlichen Touristen und der beschwingten Musik der Straßenkünstler. Aber eben auch das ist Paris – mittlerweile. Leider. Es macht aber dann doch etwas mit uns uns wir gehen nicht in Notre Dame rein, irgendwie mögen wir die Situation nicht. Also laufen wir einem über die Brücke Pont Saint-Louis und gehen zielstrebig zur Rue Saint Louis en l’Île, immerhin wollen wir ein Eis. DAS Eis, wohlgemerkt, das beste der Stadt – bei Berthillon.

Doch das alles dauert, denn wir entdecken zuckersüße Läden und sogar einen Souvenirladen, der mal wirklich schön ist! Vielleicht sind es die Farben, denn der komplette Laden ist in rosa und pink gehalten. Aber so insgesamt gibt es dort auch mal kreative Mitbringsel, oder eben schöne, bei: Les Fruits du Temps. 

Bei Berthillon angekommen – die große Enttäuschung: Der Laden öffnet erst wieder am 30. August. Na toll! Wir stehen vor verschlossenen Türen, ohne Eis.

Zum Glück bekamen wir schräg gegenüber auf der Rue Saint Louis en l’Île auch das Original-Eis von Berthillon und konnten für 50 Cent auch noch mal eben fix die Toilette nutzen.

​Danach setzen wir uns auf den Bürgersteig bei der Brücke Pont Saint-Louis und dort bleiben wir Stunden! Wir schauen uns alle Straßenkünstler an und genießen es einfach, nur Zeit für uns zu haben, keine Eile, keinen Stress. Die Musik, die Sonne, Paris und wir. 

Wir überlegen, noch eine Schifffahrt auf der Seine zu machen, entschließen uns dann aber, noch eine Weile in der Sonne zu sitzen und früh zum Bahnhof zurück zu kehren. Das stellte sich im Nachhinein dann auch als mega sinnvoll heraus. Thalys hat mittlerweile nämlich Sicherheitskontrollen eingeführt, bevor man in den Zug steigt. Ähnlich wie das Prinzip am Flughafen, nur eben nicht so ausgeklügelt und umfangreich. Allerdings dauert das dann eben seine Zeit, die man einplanen muss.

PARIS, WIR KOMMEN WIEDER! ♡ Denn, wir haben vieles von unserer Liste nicht geschafft. Darunter: Fondation Louis Vuitton, Musée Rodin, Musée de l’Orangerie und Parc de la Villette.

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Wow! Was für ein toller, informativer und umfangreicher Reisebericht!
Ich würde mich gerade am liebsten spontan in den Thalys setzen…;-)
Die Metro App kannte ich noch gar nicht, wir haben die Verbindungen immer über google.maps rausgesucht – klappt auch gut! (Und der Fußweg zur jeweiligen Attraktion wird auch gleich angezeigt).
Ganz liebe Grüße,
Patricia

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