Erfahrungsbericht sexueller Missbrauch

12 Kommentare

Erfahrungsbericht sexueller Missbrauch: Ich bin nicht der Missbrauch!

Beate Kriechel wurde als Kind sexuell missbraucht. Sie sagt: “Noch immer gibt es das Gefühl, welches ich als Kind vornehmlich erfahren habe: Es interessiert niemanden.“

Heute ist sie 47 Jahre alt, hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit vielen Büchern und Pflanzen im Kölner Süden. Sie liebt die Natur und das Reisen, studiert am liebsten die Café-Kultur und träumt von einem Besuch in Wien, der Mutter-Stadt der schönen, alten Cafés. 

Beate Kriechel hat ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben, indem viele Betroffene zu Wort kommen. Ich habe dieses Buch an einem Wochenende gelesen, weil ich als Nicht-Betroffene Berührungsängste hatte. Sexueller Missbrauch ist kein Thema, über das man spricht. Und sexueller Missbrauch scheint irgendwie auch „weit weg“. Dabei, das hat auch Beate in ihren Recherchen festgestellt, ist es ein Problem inmitten der Gesellschaft. Ich danke Beate für die Offenheit und glaube fest daran, dass sowohl ihr heutiger Gastbeitrag als auch ihr Buch Betroffenen hilft und sie ermutigt …

Erfahrungsbericht missbrauch

Ich wurde als Kind sexuell missbraucht

Ich wurde als Kind sexuell missbraucht. Bis heute fällt es mir nicht leicht, diesen Satz auszusprechen oder aufzuschreiben, obwohl ich Anfang Juni das Buch „Für immer traumatisiert? Leben nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit“ unter meinem vollen Namen veröffentlicht habe und mich darin als Betroffene „oute“. Noch immer gibt es – neben dem Schmerz darüber, dass ich das erleben musste – das Gefühl, welches ich als Kind vornehmlich erfahren habe: „Es interessiert niemanden.“

Aber auch bleibt die Angst vor der Festlegung als ausschließliches Missbrauchs-Opfer, als ein Mensch, der ein Leben lang leidet, der nie ein normales Leben führen kann und auf Grund seiner – meiner – Geschichte womöglich nicht ernst genommen wird. Für mein Buch habe ich acht andere von sexuellem Missbrauch Betroffene zu ihren Bewältigungsstrategien interviewt. Eine von Ihnen drückte es in unserem Gespräch so aus: „Missbrauch ist kein Partythema. Du kannst zwar unter Umständen erzählen, dass dein Vater oder deine Mutter Alkoholiker waren oder psychisch krank sind, aber niemals, dass du als Kind sexuelle Gewalt erlebt hast. Das überfordert alle und die Gefahr ist sehr groß, dass danach nur Schweigen herrscht und du sofort in die Opfer-Schublade einsortiert wirst.“

Sexueller Missbrauch ist ein weit verbreitetes Problem. Er findet überall, zu jeder Zeit, in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Die WHO* geht davon aus, dass 9 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Europa von sexuellem Missbrauch mit und ohne Körperkontakt betroffen sind. Das sind allein in Deutschland über 1 Millionen Kinder und Jugendliche. Im Durchschnitt sitzen in jeder Schulklasse 2-3 Betroffene**. Jedes Jahr kommen neue hinzu und all diese Kinder werden erwachsen. Wir alle kennen ganz bestimmt einen Menschen, der von Missbrauch betroffen ist, auch wenn wir es nicht immer von ihnen wissen. Viele Taten werden nicht gesehen und Betroffene bei der Bewältigung ihres Missbrauchs bisher meist allein gelassen. Wir müssen hinsehen und darüber ins Gespräch kommen, wenn sich daran etwas ändern soll.

Der Missbrauch passierte zwischen Alltäglichkeiten

Ich war etwa sieben, acht Jahre alt, als der Missbrauch durch den damaligen Freund meiner Mutter und dessen damals etwa 17-jährigen Sohn begann. Mein Alter habe ich mir später anhand von Ereignissen rekonstruiert – ein gemeinsam gefeiertes Weihnachtsfest bei dem „Boney M“ in einer Fernsehshow sang, Karnevalskostüm basteln in der Schule, die Kommunion meines Bruders, Ausflüge, Ferien. Als ich angefangen habe, mich mit dem Missbrauch auseinander zu setzen, hat mir die zeitliche und räumliche Einordnung sehr geholfen. Obwohl ich immer Erinnerungen an den Missbrauch hatte, hat es mir Orientierung gegeben und war für mich eine Art zusätzliche Rückversicherung, dass die Situationen so zu der Zeit und genau dort tatsächlich stattgefunden haben. Bis heute habe ich ein sehr gutes Gedächtnis für Räume, Einrichtungen, Menschen, allgemeine Informationen. Lange war es mir sehr wichtig, Ereignisse – nicht nur von damals – präzise wiederzugeben und benennen zu können. Abweichungen haben mir früher regelrecht körperlich weh getan und mich in innere Bedrängnis gebracht. Heute weiß ich, dass nicht zuletzt meine Glaubwürdigkeit davon abhing.

Im Nachhinein erschreckt mich die Banalität, das Nebenher der Missbrauchssituationen. Der Missbrauch passierte zwischen Alltäglichkeiten. Vor der Schule, nach der Schule, abends, nachts, im Schlaf- und Kinderzimmer, im Bad oder eben auch bei einem Versteckspiel im Wald, wo mich der Freund meiner Mutter an die Hand nahm und mit mir verschwand, da ich ja noch zu klein wäre, um mich allein zu verstecken. Es konnte immer und jederzeit passieren. Immer dann, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab, weil ich allein mit ihnen war, alle anderen vermeintlich schon schliefen oder durch Fernsehen abgelenkt waren. In den Medien wird oft „nur“ über die besonders spektakulären, sehr brutalen Fälle berichtet. Aber Missbrauch ist meist alltäglicher, als wir wahrhaben wollen. Es kann sehr erschreckend und schmerzhaft sein, sich damit auseinander setzen zu müssen, dass wahrscheinlich auch in unserer Nachbarschaft TäterInnen leben.

Ich habe beim Missbrauch keine Gewalt im klassischen Sinne erfahren. Es gibt Stimmen, die sagen, dass alles, was an sexuellen Handlungen mit und an Kindern verübt wird, eine Form der Gewalt ist. Ich folge dieser Auffassung. Auch, wenn ich weiß, wie sich tatsächliche körperliche Gewalt noch anfühlt. Wie soll ich das, was beim Missbrauch passierte, sonst bezeichnen und es als das sehen was es ist? Es ist eine völlige Überforderung, eine Überwältigung eben. Ich habe lange nach einem Bild gesucht, das auch nur annähernd begreifbar machen kann, wie es sich für mich als Kind angefühlt hat, dem Missbrauch ausgesetzt gewesen zu sein. Vor ein paar Jahren habe ich eine fiktive Kurzgeschichte über eine Frau gelesen, die bei einer Gruppenreise in ein bis dahin touristisch noch nicht sehr erschlossenes Land verloren ging. Wegen einer Fehlbelegung wurde sie als einzige aus der Gruppe in einer anderen Unterkunft in einem weiter entfernten Nachbardorf untergebracht und am nächsten Morgen dort vergessen. Nachdem auch am Nachmittag und in den nächsten Tagen niemand kam, um sie zu holen, war sie von nun an in einem fremden Land, ohne Ausweispapiere, ohne die Sprache zu verstehen oder zu sprechen und sich verständlich machen zu können – völlig auf sich allein gestellt.

So in etwa war das für mich als Kind. Ich kannte mich einfach nicht aus und wusste nicht, was da vor sich ging oder mit mir passierte. Ich hatte keinen Bezugsrahmen, keine Orientierung, keine Sprache dafür und konnte mich an niemanden wenden. Ich wusste aber, dass das nicht in Ordnung war, was die beiden mit mir machten. Natürlich ist das alles sehr verkürzt dargestellt und der Vergleich mit der Touristin hinkt. Erwachsene verfügen über weit mehr Wissen und Fähigkeiten als Kinder. Sie haben praktische Lebenserfahrung, können wenigstens versuchen, ihre Situation zu reflektieren oder schauen, wo sie trotzdem Hilfe bekommen. All das konnte ich als Kind während der Monate, in denen der Missbrauch stattfand und noch lange Jahre danach, nicht. In den Missbrauchssituationen selbst rettete ich mich meist dadurch, dass ich erstarrte, mich „weg machte“. Da und doch nicht da. Dissoziation nennt man das in der Fachsprache.

TäterInnen gehen bei ihren Taten meist sehr strategisch und sorgfältig vor. Sie suchen sich ihre Opfer gezielt aus, entwickeln einen Blick dafür, ob sie in irgendeinem Sinne bedürftig sind oder aus einem vernachlässigendem Umfeld kommen, erschleichen sich das Vertrauen der Kinder und der sie umgebenen Erwachsenen, manipulieren  und versuchen ihre Opfer mit Drohungen zum Schweigen zu bringen, damit ihre Taten unentdeckt bleiben. Mir sagte der Freund meiner Mutter: „Wenn du das irgendjemandem erzählst, dann wird deine Mutter sehr traurig und krank. Dann stirbt sie und du und dein Bruder kommen ins Heim.“

Erfahrungsbericht missbrauch

Den Opfern wird die Schuld gegeben

Mit dem Wissen von heute hätte irgendjemand vielleicht etwas bemerkt, bemerken können. Nicht jeder Missbrauch hinterlässt auffällige körperliche Verletzungen. Oft erkennt man ihn daran, dass Kinder sich plötzlich stark verändern oder sich zurückziehen. Ich war danach nicht mehr das neugierige, offene, mit fliegenden Zöpfen fröhlich durchs Dorf hüpfende Mädchen, das andere einfach ansprach und ihnen Löcher in den Bauch fragte. Ich wurde in der Schule schlechter, habe zeitweise wieder angefangen ins Bett zu machen, knabberte meine Fingernägel bis auf die Haut blutig, aß Unmengen von Süßigkeiten und Chips und wurde dick. Regelmäßige Untersuchungen beim Kinderarzt gab es damals so noch nicht und auch nicht den sensiblen Blick für mögliche Übergriffe, den wir heute erst anfangen zu entwickeln. Auch galt das, was Zuhause vor sich ging lange als Privatsache oder den Opfern wurde – und wird meist bis heute – nicht geglaubt oder schlimmer noch die Schuld gegeben.

„Die hat den doch verführt“

Ich erinnere mich an Situationen, wo meine Mutter sich mit anderen Frauen aus dem Ort über „solche“ bekannt gewordenen Fälle unterhielt. Vor allem das Gespräch über ein damals etwa 12-jähriges Mädchen, dass von ihrem Vater missbraucht worden sein sollte und die beiden Sätze „ach was, das glaube ich nicht“ und „die hat den doch verführt“ sind mir sehr in Erinnerung geblieben. Das hat bei mir natürlich erst recht dazu geführt, dass ich geschwiegen und mich nicht getraut habe, mich jemandem anzuvertrauen.

Heute hält auch die Angst vor Fehleinschätzungen oder Falschbeschuldigungen viele Menschen davon ab, bei einem Verdacht auf Missbrauch aktiv zu werden. Natürlich ist das ein ernst zu nehmendes Problem. Aber ebenso ist es ernst zu nehmen, dass der Missbrauch sich weiter fortsetzt und Kinder in ihrer Not allein bleiben, wenn wir Erwachsene nicht hinschauen, Verdachtsmomente oder gar Äußerungen von Kindern und Jugendlichen ignorieren und nicht eingreifen. Heute wird niemandem mehr geraten auf eigene Faust aktiv zu werden oder voreilig Verdächtigungen anzusprechen. Zunächst ist es vor allem wichtig, überlegt, mit Ruhe und Vorsicht zu reagieren und auf jeden Fall professionelle Rücksprache und Beratung in Anspruch nehmen. Beim „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ des „Hilfeportal Sexueller Missbrauch“ kann man sich anonym und kostenfrei beraten lassen. Hier findet man außerdem umfangreiche Informationen, Beratungsstellen und Notfalldienste. Ein unüberlegtes Eingreifen, ein zu frühes Ansprechen bei den Eltern, eine Anzeige bei der Polizei, ohne Einverständnis und ausreichenden Schutz des Opfers, kann eine Intervention und auch spätere rechtliche Schritte unmöglich machen.

„Ich lass mich nicht klein kriegen“

Ich habe relativ früh angefangen, mich mit meinem Missbrauch auseinanderzusetzen. Mit 14, 15 Jahren, registrierte ich die Berichte über sexuellen Missbrauch in den Medien erstmals bewusst. Zunächst reagierte ich hier auch mit Erstarrung und der Angst „ertappt“ zu werden. Bis dahin hatte ich einfach nicht mehr an meinen Missbrauch gedacht. Aber von da an, ließen sich die Erinnerungen und all die damit verbundenen Gefühle nicht mehr wegschieben. Für mich begann damit ein langer Verarbeitungsprozess. All die ganzen Fernseh-Berichte, Zeitungsartikel, Bücher, Diskussionen und Bemerkungen, die ich in den folgenden Jahren dazu sah, las und mitbekam, haben mich dabei zunächst nicht sehr ermutigt. Sie alle liefen für mich darauf hinaus, dass man für immer „beschädigt, kaputt“ ist, wenn man Missbrauch erlebt hat und nie ein normales Leben führen kann. Daneben gab es aber zum Glück auch eine Art gesunden Protest, Widerstand, Gefühle von Wut und Gedanken wie „ich lass mich nicht klein kriegen“. Ich sah es einfach nicht ein, diesem Opfer-Muster zu folgen und meinen Missbrauchern damit letztlich das Feld zu überlassen und ihnen zu erlauben, mit ihren Taten über mein Leben zu bestimmen.

Zu meiner Auseinandersetzung mit dem Missbrauch  gehörten neben den vielen gelesenen Büchern unzählige Gespräche mit Betroffenen und Nicht-Betroffenen, Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe des Kölner Vereins „Zartbitter“ und Therapien. Dazwischen gab es lange Phasen der nicht-aktiven Auseinandersetzung und ich habe einfach nur gelebt. Ich habe gearbeitet, habe einen Sohn bekommen und als alleinerziehende Mutter großgezogen, in Beziehungen gelebt, Freundschaften geschlossen und wenn es sein musste wieder gelöst, bin viel gereist, habe immer gerne viel gelacht. Irgendwann konnte ich dem Leben wieder unbefangener, neugierig mit offenen Augen begegnen.

beate Kriechel

Ich bin nicht der Missbrauch

Heute weiß ich – auch als Missbrauchsbetroffene kann ich ein gelingendes Leben führen, Freude empfinden und Spaß haben. Wie man mit Missbrauchserfahrungen und den Folgen lebt und zurechtkommt, sagt überhaupt nichts darüber aus, wie schlimm es gewesen ist. Es sagt allenfalls etwas über die erfahrene Unterstützung, die Anerkennung des erfahrenen Leids, über die eigenen (erworbenen) Stärken und Überlebensstrategien aus. Die wichtigste Erkenntnis aus all diesen Prozessen ist für mich bis heute: Ich musste den Missbrauch erleben, er wurde mir angetan. Er ist und bleibt ein Teil von mir und es wird sicherlich immer Momente, Tage und Gefühle geben, die schwierig sind. Aber daneben gibt es noch ganz viel anderes, das mich ausmacht. Ich bin nicht der Missbrauch.

All das wusste ich natürlich nicht über Nacht und aus meinen Gesprächen mit anderen Betroffenen wusste ich auch, dass es viele mögliche Wege der Auseinandersetzung gibt und, dass es einem tatsächlich gelingen kann, Missbrauch zu verarbeiten. Auch, wenn jede und jeder für sich entscheidet, was gelingen überhaupt bedeutet.  Ich hatte schon vor Jahren die Idee, dazu ein Buch dazu zu schreiben und andere Betroffene zu Wort kommen zu lassen. Als ich Anfang letzten Jahres von zwei Missbrauchsfällen an zwei Mädchen aus meinem entfernteren Bekanntenkreis hörte, hat mich das – nach dem ersten Schock – noch mal sehr nachhaltig berührt.

Ich musste an den langen Weg denken, den man bei der aktiven Verarbeitung oft geht. Und an all die widersprüchlichen Gefühle von Angst, Scham, Wut, Schuld, Trauer, Ohnmacht, Stolz, Triumph, Einsamkeit … Diese beiden Mädchen waren der Anlass, das Buch endlich anzugehen. Die beiden stehen noch ganz am Anfang ihres Verarbeitungsprozesses. Ihnen – und anderen Betroffenen – möchte ich aufzeigen, dass es ein Licht am Ende des Tunnels geben kann. Ich weiß, dass es ihnen phasenweise überhaupt nicht gut geht und sie mit vielen Dingen zu kämpfen haben. Ich wünsche ihnen zunächst natürlich, dass sie weiterhin adäquate Hilfe und Unterstützung bekommen und dass ihr Umfeld nicht wegsieht oder womöglich verharmlost, was sie erfahren mussten. Und ich wünsche ihnen auch, dass sie sich selbst nicht ausschließlich als Opfer sehen oder schlimmer noch als solche von anderen gesehen und damit womöglich auch nicht mehr ernst genommen werden. Sie sind Opfer dieser Straftat, aber auch sie sind nicht ausschließlich der Missbrauch. Missbrauch ist keine Eigenschaft und er charakterisiert einen nicht.

Beate Kriechel buch

“Für immer traumatisiert?” von Beate Kriechel aus dem Mabuse Verlag.

 


Quellenangaben: 

*WHO, Gewalt- und Verletzungsprävention, WHO-Regionalbüro für Europa, 2013 

** Expertise Häufigkeitsangaben“ des Bundesamtes „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Hintergrundmaterialien

sexueller missbrauch erfahrung

JETZT GRATIS ANMELDEN
Geben Sie Ihre Email Adresse ein und klicken Sie auf den Knopf "Sofort Zugang erhalten".
Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden, damit ich dir den Newsletter auch schicken kann. Natürlich werden deine Daten nicht an Dritte weitergegeben. Mehr dazu steht in meiner Datenschutzerklärung: https://www.minimenschlein.de/datenschutz/
mama im homeoffice
Mama im Homeoffice

Ähnliche Beiträge

12 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Was für eine starke Frau du bist, Beate. Dir alles Liebe. Rena

Antworten
Vera Wehnes
11. Juli 2019 13:03

Ich finde es sehr gut, dass das Thema hier aufgegriffen wird. Man weiß zu wenig darüber, ich empfinde es auch als absolutes Tabuthema rein gesellschaftlich. Danke für den berührenden Beitrag.

Antworten

Mir fehlen die Worte! Danke für diese offenen Zeilen. Ich wünsche dir alles Gute liebe Beate und hör nicht auf, dieses gesellschaftliche Tabuthema den Negieren aufzuzeigen. Danke dafür!

Antworten

Danke an Beate für die Offenheit zum Thema. Ich bin selbst nicht betroffen, habe aber eine Freundin die es betrifft und bin/war auch immer unsicher wie ich das Thema mit ihr richtig bespreche. Mich würde interessieren Beate ob deine „Missbraucher“ von deinem Buch wissen? Ich finde es nämlich den richtigen Schritt das du unter deinem echten Namen geschrieben hast!! Alles Gute für dich, N.

Antworten

    Liebe N., danke dor für deine Zeilen und Wünsche. Nein, ich denke nicht, dass sie es wissen – wenn sie nicht “zufällig” darüber stolpern. Es gibt seit damals keinen Kontakt mehr zu ihnen. Gruß, Beate

    Antworten
Natascha R.
11. Juli 2019 22:18

Liebe Leonie, liebe Beate, ich habe mich anfangs nicht getraut, den Artikel zu lesen. Ich habe zwei kleine Töchter und meine Sorge ist groß. Dann aber habe ich mich durchgerungen und bereue nicht , dass ich diesen Beitrag gelesen habe. Beate, man liest zwischen den Zeilen, dass du einen guten Weg für dich gefunden hast. Das erleichtert mich. Ich bemerke in meinem Umfeld, dass die Sorge bei Eltern, ihr Kind könne Opfer von sexuellem Missbrauch werden, groß ist. Ich ziehe für mich aus deinem Erfahrungsbericht dass wir alle mit offenen Augen durchs Leben gehen sollten und wenn uns etwas auffällt, die richtigen Stellen informieren. Auch habe ich Bewunderung für dich, bei der ich nicht weiß, ob du dies wollen würdest. Ich bewundere wirklich, dass du den Schritt gewagt hast, darüber zu schreiben. Ich glaube übrigens, dass deine Geschichte und das Thema viele interessiert !! Man (wir) weiß nur zu wenig darüber.

Antworten

    Liebe Natascha, deine Angst verstehe ich natürlich. Kenne ich auch von meinem Sohn, als er jünger war. Ja, mit offenen, aufmerksan Augen ist gut. Aber natürlich sollte das jetzt auch nicht dazu führen, dass wir alle übervorsichtig oder grundsätzlich misstrauisch sind – aber so hast du es wahrscheinlich auch nicht gemeint. Und danke fürs “bewundern“ – ich weiß schon was du meinst und es ist völlig okay für mich auch Anerkennung für meinen langen Weg anzunehmen😄. Und das darüber Schreiben ist mir eben gerade auch wichtig, weil ich einerseits weiß, wovon die Rede ist, also wertvolles “Insider-Wissen“ habe. Und andererseits weil ich es eben sehr wichtig finde Berührungsängste abzubauen und darüber ins Gespräch zu kommen. Das gefühlte und tasächliche Alleinsein damit in meiner Kindheit, haben fast alle Interviewten so bestätigt und als zusätzliche Belastung/Traumatisierung geschildert. Und hier ist es wichtig Wissen zu vermitteln, damit Kinder und Jugendliche heutzutage so schnell wie möglich opfergerechte Unterstützung bekommen.
    Liebe Grüße!

    Antworten

Vielen Dank für die Offenenheit bei einem solch empfindlichen Thema. Ich würde mich gerne mit dir privat austauschen, wäre das möglich? Du würdest mir sehr weiterhelfen damit.

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
Malcare WordPress Security