DIY: Medienchips für Kids ab fünf Jahren

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DIY: Medienchips für Kids ab fünf Jahren

Die Sache mit den Medien und Kids ist heutzutage gar nicht so einfach. Bei meiner großen Tochter haben wir zumindest einen Weg gefunden, wie sie ihr Smartphone nutzt, darüber hatte ich hier schon einmal geschrieben.
Doch nun haben wir, ihr, ich, eben auch kleine Mäuse. Und weil sie sehen, wie wir Eltern Smartphone und Tablet nutzen, werden diese Geräte zur Selbstverständlichkeit.
Unsere Kinder erleben nicht den Wandel, den wir erlebt haben. Sie kennen keine schnurgebundenen Telefone, sie kennen keine Welt ohne Smartphone oder Tablet. Denn diese Geräte sind plötzlich einfach da.
Es scheint für die Kids irgendwie selbstverständlich, dass diese Geräte im Familienalltag vorkommen. Genauso selbstverständlich, wie die Tatsache, dass Wasser aus dem Hahn kommt, wenn wir den Hebel ziehen.

Medien sind selbstverständlich

Die Selbstverständlichkeit macht mir ein bisschen Sorge. Denn mit Dingen, die so „natürlich einfach da sind“ ist es ja so: Unsere Kinder hinterfragen sie nicht. Es gibt also eine große Aufgabe für uns Eltern.

    • Wir müssen nicht nur entscheiden, ob unsere Kinder Tablets zum Vergnügen oder Lernen nutzen dürfen.
    • Wir müssen nicht nur entscheiden, ab wann wir den Zeitpunkt hierfür geeignet finden.
  • Wir müssen auch und vor allem entscheiden, wie lange die Kinder das Tablet nutzen dürfen, wenn wir es dann erlaubt haben. Stichwort: Nutzungszeiten.

Denn so viel ist klar: Sind die Kleinsten einmal der Faszination Tablet erlegen, wollen sie es immer, immer wieder haben. Weil sie sehen, dass wir Eltern es nutzen. Und weil es dann ja nicht soo schlecht sein kann, so die Kindersicht.

Jede Familie muss für sich selbst entscheiden, wann der Zeitpunkt für ein App-Spiel oder eine Folge Feuerwehrmann Sam auf Youtube gekommen ist. Und Eltern entscheiden auch über die Dauer der Mediennutzung.
Grafikerin Katrin aus Frankfurt hat sich dazu Gedanken gemacht. Sie hat zwei Kinder, der Große ist sieben Jahre alt. Auch sie kennt die ewige Diskussion mit den Kindern. Und deshalb hat sie für ihren Sohn Medienchips gebastelt. Die Idee ist nicht neu, viele Medienberater empfehlen eine spielerische Art und Weise, den Kindern Grenzen zu setzen und ihnen dennoch Mitspracherecht einzuräumen.
Katrin unterhielt sich mit ihrer Mutter darüber, heraus kamen sechs Medienchips für sieben Tage, also eine Woche. Die Chips sind für Kinder ab fünf Jahren, und können von den Kindern selbst eingesetzt werden.
Das Prinzip: Jeder Chip hat eine Gültigkeit von 30 Minuten. 30 Minuten Fernsehen, 30 Minuten etwas am Tablet gucken oder 30 Minuten ein Spiel auf dem Pad oder Phone spielen. Das kommt natürlich aufs Alter an, welche Geräte da überhaupt relevant sind.
Das Kind schneidet die Medienchips selbst aus, malt sie an, verschönert und verziert, so bekommen sie einen individuellen Charakter und die Zeit während des Bastelns kann prima genutzt werden, um mit den Kindern über die Nutzung zu sprechen. Katrin macht es jetzt so: Sie lehrt mit den Chips ihrem Sohn, dass man sich Zeit einteilen muss. Und setzt damit ihren eigenen Anspruch um, den medialen Weg gemeinsam mit den Kindern zu gehen, anstatt auf gänzlichen Verbot zu setzen.
So oder so: Nach 30 Minuten Spiel- oder Guckzeit ist Schluss. Katrin stellt sich dann den Wecker, damit nach Ablauf der Zeit dann auch wirklich alle hören, dass die Zeit vorbei ist.Für euch hat mir Katrin die Medienchips für Kinder zur Verfügung gestellt, unter dem Beitrag könnt ihr das PDF kostenlos downloaden, ausdrucken, dann ausschneiden und mit den Kindern gestalten. Und dann: Dann wird es spannend, wenn die Regeln plötzlich so klar formuliert werden!

Katrin Hackbarth ist Mama von zwei Kindern (3 und 7 Jahre alt) und arbeitet als Grafik-Designerin in Frankfurt am Main.

❥ ❥ D O W N L O A D:


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Vor ungefähr 35 Jahren waren meine Eltern schon sehr kreativ und haben “Fernseh-Bons” für uns erfunden und gebastelt. Das Prinzip war ähnlich, es gab Bons mit unterschiedlichen Minuten und wir mussten am Anfang der Woche entscheiden, wa nn wir was gucken.
Ich kann nur sagen: ich fand es schrecklich und für mich war es komplett kontraproduktiv. Ich bin damals schon von Nachbar zu Nachbar getigert, um möglichst viel fern zu sehen und bin jetzt auch ein schlimmer tv-junkie. Meinem Bruder geht es ähnlich. Und meine Eltern habe es sicherlich gut und sehr pädagogisch umgesetzt.

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