Kinder digital begleiten: Das Projekt

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Kinder digital begleiten: Das Projekt

Kinder digital begleiten – viele von euch kennen schon mein neues Projekt. Heute möchte ich euch ein bisschen mit auf meine Recherche-Reise nehmen und davon erzählen, wie es überhaupt dazu kam. Ich warne gleich: Der Beitrag ist etwas länger geworden, aber ich berichte euch von vielen Learnings, es soll ja schließlich nicht langweilig werden.

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Rückblick

Kurz bevor meine große Tochter damals auf die weiterführende Schule ging, dachte ich schon über etwas wie “Kinder digital begleiten” nach. Auch damals war ich hauptberuflich im Netz tätig, so dass mich öfters Mütter in der Grundschule zu irgendwelchen digitalen Themen ansprachen. Einmal sagte eine befreundete Lehrerin: “Mensch Leonie, geh doch in Schulen und mach Workshops, mit Kindern oder Eltern!” Aber ich kniff. Ich hielt mich nicht für Expertin genug, und noch mehr traute ich mir nicht zu, vor vielen Menschen vorzutragen. Lieber hielt ich mich im Hintergrund auf. Vielleicht ist das auch so ein Berufsding: Ich bin Redakteurin, da fühlt man sich hinter dem Computer beim Schreiben einfach am Sichersten.

Nun wurden meine Kinder größer, meine Große zum Teenager. Es ging um die Frage nach dem ersten Smartphone, schon bald wurde WhatsApp Thema, irgendwann musically (heute: TikTok), und ständig gab es neue Apps, neue Hypes, neue Trends. Ich verfolgte diese immer – beruflich und privat und beriet meine große Tochter mit meinem Wissen, was sie nicht immer toll fand 🙂 Schon recht früh installierten wir die Familienfreigabe von Apple – auch eine Sache, die meine Große nicht immer toll findet. Aber das gehört zu unseren digitalen Familienregeln, die wir erarbeitet haben: Ich checke, welche Apps sie runterladen möchte, gebe dann meinen Senf dazu, sie rollt dann manchmal mit den Augen, manchmal aber auch nicht. Es ist nur wenige Male vorgekommen, dass ich ihr Apps nicht erlaubt habe, aus Gründen.

In den vergangenen fünf Jahren war ich auf zig Veranstaltungen zum Thema Medienkompetenz, Digitale Bildung, Kinder im Netz schützen und und und. Die waren ausnahmslos ALLE gut. Jeder Vortrag öffnete andere Türen, aber irgendwie blieben oftmals ratlose, verängstige Eltern zurück, die nun zwar Hypes und Gefahren kannten, aber meist keine Lösungen mit auf den Weg bekamen.

Heute

Das will und wollte ich anders machen. Im Dezember habe ich “Kinder digital begleiten” im stillen gegründet, ich habe das anfangs überhaupt nicht an die große Glocke hängen wollen, sondern wollte erstmal für mich entdecken, wohin mich diese Reise führt.

Ich beschloss, regelmäßig auf meinem Blog darüber zu schreiben, aber ganz konkret an einem Onlinekurs für Eltern zu arbeiten, der Eltern alle Gefahren aufzeigt, erklärt, wie welche Apps funktionieren, Apps vorstellen, die Kids heute nutzen, aber auch und vor allem: Wege aufzeigen, Lösungen, Ideen für digitale Familienregeln. Nach meinem Onlinekurs werden Eltern dem Kind digital voraus sein und Lösungen parat haben.

Heute recherchiere ich seit nun mehr fünf Monaten. Vor etwa vier Wochen habe ich öffentlich davon erzählt und bin sehr dankbar, über die kleine, feine Community, die sich in so kurzer Zeit auf Instagram und in meiner Facebook-Gruppe aufgebaut hat, die gerne mitliest, meine Arbeit schätzt und sich gegenseitig hilft.

Ich erarbeite momentan vier Elternkurse: Für Eltern von Kindergartenkindern, Grundschülern, Teens und den Kompaktkurs, der alle Inhalte enthält.

In den letzten fünf Monaten gab es keinen Tag, an dem ich nicht in meiner Recherche abgetaucht bin. Ich habe seit Ende letzten Jahres ein externes Büro gemietet, weil das Homeoffice einfach nicht mehr tragbar war. Dort produziere ich nicht nur Fotos und Beiträge für meinen Blog, dort bestimmen auch stapelweise Broschüren, Artikel, Erfahrungsberichte, Statistiken und Studien mein tägliches Gesamtbild am Schreibtisch. Und das Allerschönste: Wenn ich fertig mit meiner Arbeit bin, kann ich alles einfach liegen lassen – das war im Homeoffice nicht so.

Die ersten Tage und Wochen überschlug ich unseren digitalen Weg als Familie. Lina ist 5, Lilly 15, beide begleite ich digital natürlich total unterschiedlich. Dass ihre Mama so viel übers Internet weiß, finden die Kids jetzt auch nicht immer soooo spannend. Bis ich YouTube Kids zum Beispiel richtig eingestellt hatte, erlaubte ich es der Kleinen nicht. Mittlerweile aber darf sie dort wieder Peppa gucken, nachdem ich die ganzen Einstellungen, die Betreiber Google anbietet, auch nutze.

Was habe ich in den letzten 5 Monaten erlebt?

Nun recherchiere ich einmal so, wie man eben klassisch recherchiert, das gehört ja schon immer zu meinem Beruf. Parallel dazu will und wollte ich aber wissen: Wie ist das Internet zu mir, wenn Menschen in Sozialen Netzwerken oder in Spiele-Apps glauben, ich sei ein 14jähriges Mädchen? Wie unterscheidet sich meine Recherche zu der, die ich als “vermeintliches Kind” erlebe.

Ich bin erst seit fünf Monaten damit beschäftigt und bestimmt habe ich noch nicht alles erlebt, aber vieles, das mich tief traurig, erschreckt und geekelt hat. Wer mir auf meiner privaten Instagram-Seite oder in meiner Facebook-Gruppe folgt, hat das ein- oder andere vielleicht schon gelesen.

Da war dieser eine Tag, den ich stundenlang bei younow verbrachte. Das war so ein bisschen wie “Ich kann nicht weiter hinsehen, ich ertrage es nicht!” und – “Bleib dabei, Leonie, das ist wichtig für deine Recherche”. Bei younow muss man wissen, gehen Menschen, da wo sie gerade sind, live. Kinder tun dies aus ihrem Kinderzimmer. Alles, was sie dafür benötigen ist ein Smartphone oder ein Computer mit Webcam. Und dann sitzen da kleine Mädels und Jungs und reden und reden und bekommen öffentlich Nachrichten im Chat von …. sehr, sehr seltsamen .. Männern, die sich einen abfreuen, dieses Kind endlich wieder zu sehen. “Na Hübsches, du endlich wieder hier”, “Hey, zieh doch mal dein Shirt hoch … “ – es ist grausam dabeizubleiben und NICHTS tun zu können. Man will das Kind schütteln und fragen: “Wo ist deine Mama? Weiß sie, dass du hier bist? Weiß sie, wer deine Videos sieht?”

Das Mädchen macht sich eine Zigarette an. Oh man, aber sie ist doch noch so klein, denke ich. Sie erzählt, ihre Mama sei Afrikanerin. Plötzlich schreiben ihr diese Männer: “Hey, heirate bloß keinen Nafri!” Und ich muss erstmal das Wort googeln, um zu verstehen, was da gerade geschrieben wird. Ich schreibe das Mädchen an, die Konversation mit ihren männlichen Zuschauern geht weiter und “zur Sache”. Ich notiere ihren Namen, weil sie mit Vor- und Nachnamen in der App angemeldet ist und versuche, ihre Mutter in den sozialen Netzwerken ausfindig zu machen. Vergeblich. Auch von dem Mädchen erhalte ich keine Antwort.

kinder digital begleiten

Immer wieder schaue in bei younow rein, mittlerweile mache ich Screenshots von anzüglichen Kommentaren, mein Stapel für anonyme Anzeigen bei der Polizei wächst. Ob und was die dann überhaupt berücksichtigen (können), weiß ich nicht. Aber ich speichere alles.

Dann denke ich an Hannah Stone, sie wurde bei younow berühmt, hat ihren 17. Geburtstag jedoch nie erlebt – Hannah starb an den Folgen ihres Suizids, das war 2017.

Immer wieder und wieder frage ich mich:  Was macht das alles mit unseren Kinder?

Ich brauche Abwechslung, younow macht mich sehr schnell sehr traurig. Ich lade mir den KIK messenger runter, laut Medienpädagogen sehr beliebt bei Kids und Teens. Da logge ich mich dann als 14jähriges Mädchen ein. Nach 20 Minuten habe ich vier Nachrichten. Alle von Männern. Alle umgarnen mich mit netten Worten, einer schickt mir gleich mehrere Penisfotos, ein anderer ein Masturbationsvideo. ER DENKT, DASS ICH 14 JAHRE ALT BIN! Ich mache Screenshots, melde und blockiere die User, drucke alles aus, mein Stapel für die Polizei wächst.

Eine Woche später schaue ich nochmals in die App. Ich war eine Woche nicht aktiv, was sollte da also passieren. Eine Menge! Ein Daniel schreibt mir, er sei 21, Typ Latino, und dann beschreibt er diverse Sexpraktiken sehr ausführlich, die er mag und fragt, ob ich Lust habe, mich mit ihm zu treffen und Bilder austauschen – er würde auch zu mir in die Stadt kommen. Ich muss es zweimal lesen und begreife nicht – DAS hat er tatsächlich einem 14jährigen Mädchen geschrieben. Wenn ich wirklich 14 wäre, würde ich seine vorgeschlagenen “Praktiken” noch gar nicht verstehen. Es würde mich komplett verstören.

Und es verstört auch mich. Als Journalistin und als Mutter.

Unterdessen habe ich acht neue Chats. Alle von – nach Namen oder Fotos zu urteilen – Männern, mal mit, mal ohne Profibild. Manchen antworte ich, dass ich erst 14 bin und ich mich nicht treffen mag. “Ach komm egal, muss doch keiner wissen” und so weiter. Jetzt kommt, was ich (mittlerweile) schon gewohnt bin. Man will mich “überreden” mit Nettigkeiten, zu Treffen, zum Austausch und Bildertausch bei Instagram. Dort heißen sie dann “horny daddy” oder erwähnen das dann zumindest in ihrer Instagram-Bio. Es wird viel mit Emojis gearbeitet – und Hashtags. Pfirsich, Aubergine, Banane – Früchte und Fruchtgemüse, die dann so ganz andere Bedeutungen haben.

KIK messenger wird die zweite App auf meiner Blacklist. Nie war es einfacher, die Altersabfrage zu umgehen. Nie fühlte es für mich bedrohlicher an, eine App zu nutzen. Und nie ekelhafter, mit dem Wissen: Die Typen, die mir da geschrieben haben, wollten einer 14-jährigen schreiben. Mir dreht sich alles um.

Mal motiviert, mal gelähmt

Manchmal bin ich hochmotiviert und denke: Ich schreibe die ganze Woche. Meine Kurse werden nach Alter gegliedert sein und hauptsächlich aus Videos, Podcasts und PDFs bestehen. Podcasts sind am meisten vertreten, damit Eltern sie auch mal zwischendurch beim Kochen, im Auto etc. hören können. Und dafür brauche ich natürlich viele, viele Skripte. Doch an manchen Tagen, da bin ich wie gelähmt von meiner Recherche und kann irgendwie gar nicht weitermachen. Manchmal sitze ich dann da, schaue auf den Computer und denke mir nur: Wie ekelhaft ist das alles?

Ich mache weiter. Jedes Mal. Manchmal brauche ich eine Pause, die nicht in meinen Zeitplan passt, denn die Wochen und Monate ziehen ins Land, ich sage Aufträge als Freelancer ab, weil meine Recherche zu “Kinder digital begleiten” zum Fulltime Job geworden ist. Mit dem einzigen – aber wichtigen – Unterschied, dass mir den keiner bezahlt.

Aber ich glaube daran, treffe auf Menschen, die meine Arbeit schätzen und vielleicht irgendwann auch Interesse an meinem Eltern-Kurs haben. Ich bleibe dran, weil es mich auch erfüllt, diese Arbeit zu machen. Ich glaube, es gibt viel zu viel, was Eltern nicht wissen. Das Internet der Kids ist ein ganz anderes als das, was man als Erwachsener wahrnimmt. 

Ein neuer Tag beginnt, ich habe mir TikTok und LIKE vorgenommen. Beide Apps kenne ich schon lange, TikTok sogar richtig lange, das habe ich – als es noch musically hieß – damals selbst mit meiner Großen getestet und genutzt. Beide Apps stehen mittlerweile ebenfalls auf meiner Blacklist.

Ich habe an keinem Ort bislang so viele anzügliche Kommentare an Kindern gelesen, es ist un-un-fassbar. Die App LIKE lässt mich wieder in ein Tief stürzen. Mir wird das Video eines sehr kleinen Mädchens angezeigt. Sie sieht aus, als wäre sie gerade mal sieben Jahre alt. Vielleicht ist sie aber auch “schon” zehn. S.J. macht jeden Tag LIKE Videos. Das funktioniert genau wie bei TikTok, es geht um kurze Musiksequenzen. Das Mädchen finde ich auch auf Instagram, einmal kommentiert ihre Mutter: Love you, honey – und das Kind antwortet: Love you, mommy! Daher weiß ich, wer die Mutter ist.

Der Vater des Mädchens ist bei einem Verkehrsunfalls ums Leben gekommen, sie hat das in einem Video, in dem sie bitterlich – BITTERLICH – weint, als Bildunterschrift geschrieben. Es bricht mir das Herz, sie so zu sehen. 170.00 Likes, 41.000 Kommentare, 2.500 mal wird dieser Clip bei WhatsApp geteilt. Alles öffentlich. Das Video ist schon mehrere Monate alt, wird aber noch immer im Feed “empfohlen”, die Betreiber von LIKE profitieren davon, und wie.

Mir tut das Kind so sehr Leid, ich schreibe ihr und frage, ob ihre Mama bereit für ein Interview ist. Mir ist klar, dass diese Familie kein Interesse an meinen Themen hat, weil sie eine sehr schwere Zeit durchmacht. Aber ich möchte es dennoch nicht unversucht lassen – es fühlt sich so schlecht an, das Kind zu sehen und nichts zu unternehmen. Ich will nicht urteilen, nur verstehen, warum die Mutter diese Flut an Videos des Kindes mit so vielen privaten Informationen zulässt.

Auch der Mutter schreibe ich bei Instagram und stelle mich vor, frage ein Interview an. Sie antwortet nicht.

Ich brauche dringend eine Auszeit, also mache ich ein paar Tage schöne Dinge: Ich suche gute Apps für meinen Kindergarten-Elternkurs und für meinen Grundschul-Elternkurs. Das macht richtig Spaß! Auch, wenn der Auftakt meiner Recherche etwas schockierend war, finde ich schließlich Apps, die wirklich gut und kindersicher, einfach nett und liebevoll gemacht sind. Ich gönne mir ein paar Tage für diese Recherche und habe nun selbst so viele Spiele-Apps auf dem Smartphone – wenn das die Kids wüssten 😉 Aber auch diese Tage müssen sein und es gibt so viele so schlechte Apps, da habe ich mich selbst vor vielen Jahren noch von niedlichen Grafiken und/oder Musik blenden lassen. Dann muss ich wieder an Stiftung Warentest denken, die 50 Spiele-Apps für Kids getestet hatten und – ratet, wie viele gut bewertet wurden…? KEINE. Keine einzige App hat den Test bestanden. Zurecht. Ich habe diese Recherche wirklich sehr genossen, diese Tage, an denen ich gespielt und getestet habe und dachte: Wow, es gibt tolle Sachen für Kids, die viel zu wenige kennen.

Überhaupt passieren in dieser Recherche-Woche tolle Dinge: Viele Leserinnen teilen meinen Instagram-Kanal oder empfehlen Freunde für meine Facebook-Gruppe, große Unternehmen kommen auf mich zu und sichern mir Support zu, wenn ich ihn benötige, was mir aber gerade noch nicht so recht ist. Viele Interviews ergeben sich und ich kehre mehr und mehr zu meinen journalistischen Wurzeln zurück. Ich spreche mit vielen Lehrerinnen, bekomme ein Interview mit einem Cyberkriminologen, entdecke die Macher von WhatsSafe, deren WhatsApp-Schutz-System ich teste. Das macht Spaß.

Obwohl ich weiß, dass das Thema “MOMO Challenge” eigentlich “durch” ist, bekomme ich hierzu Fragen – der Verein mimikama aus Österreich, stellt sich als Interviewpartner mit Fakten zur Verfügung. Gute, viele gute Dinge passieren.

Ich sehe, was es bedeutet, ALLES zu verstehen: Man liest alle möglichen Broschüren. Stapelweise. Tagelang. Über Wochen. Man geht selbst auf Seminare und Workshops, man geht in die Apps, liest seitenlange, mini-mini-kleingedruckte AGBs, testet selbst – welche Eltern können das heutzutage noch tun? Ich bin überzeugt davon, dass ich mit meinem Online-Kurs Eltern diese Arbeit abnehmen kann – weil ich das Wichtigste bündeln werde.

Übrigens ist meine Blacklist noch ein bisschen länger geworden. Nun habe ich selbst eine Teenager Tochter und auch Teenager, die meinem Account MiniMenschlein bei Instagram folgen. Das sind nicht viele, aber einige eint, dass sie in ihren Profilen einen Tellonym-Link haben. Tellnoym kommt von einem Betreiber aus Berlin. Doch von dieser App bin ich enttäuscht. Wobei Enttäuschung hier eigentlich der Untertreibung des Jahres gleicht. Bei Tellonym bewerten Kinder Kinder. Völlig anonym. Das ist wie eine unsichtbare Jury. Aber das verwerfliche daran ist eigentlich, dass die Betreiber die Kids – meiner persönlichen Meinung nach – in der App dazu anfeuern, gemein zu sein. Der genaue Wortlaut: “Du musst keine Angst haben, dass du enttarnt wirst, wenn du etwas gemein warst.” Für mich fühlt sich das wie eine Aufforderung zu Hate Speech oder Mobbing an, Cybergrooming schließt es auch nicht aus.

Es gibt Fälle von (Cyber-)Mobbing, da haben sich Kinder das Leben genommen. “Ist diese App wirklich euer ernst?”, frage ich still in mich hinein.

Natürlich nutzen viele Teens Tellonym – oder den Konkurrenten “Ask”. Sie wollen einfach wissen, wie die anderen sie finden oder erhoffen sich vielleicht einfach nur einen “tell” von ihrem Schwarm. Ich habe hier bei Instagram ein bisschen ausführlicher darüber geschrieben.

Mit meinem Kurs für Kleinkinder bin ich fast fertig. Man denkt es immer nicht, aber auch Kleinkinder sind schon Gefahren im Netz ausgesetzt. Ich verlinke euch gerne den Beitrag von Bea, die da ihre eigenen Erfahrungen mit YouTube gemacht hat. Und übrigens – ihr beschriebenes Video gibt es noch, allerdings habe ich es gemeldet, so dass es bald weg sein sein dürfte. YouTube ist für Kinder eben nichts, wer YouTube Kids nach dieser Anleitung einstellt, ist da eher auf der sicheren Seite.

FAQ

Jetzt habe ich doch recht viel geschrieben. Und ich könnte noch weitere zehn Seiten schreiben, mehr Learnings und alle Anleitungen werde ich aber ja ohnehin in meinen Kursen veröffentlichen.

Zum Schluss mag ich noch ein paar Fragen beantworten, die mir häufig gestellt werden.

  • Wo kann man sich für den Kurs anmelden? Unverbindlich kann man das unter diesem Link tun und muss dann nochmal die eigene Mailadresse bestätigen; so wird man informiert, sobald der Kurs startet.
  • Wann erscheinen deine Kurse? Meine Kurse sind hier im September 2019 erschienen.
  • Was ist der Inhalt in deinem Grundschulkurs? Es gibt nicht einen Inhalt, es gibt mehrere. Wenn ich fertig mit den Kursen bin, werde ich jedes Kapitel mit Beschreibung auflisten. Auch werde ich in diesem Kurs aber der Frage nachgehen, ab wann ein Smartphone ok ist, wie man es sicher einstellen sollte, welche Tools es gibt, und wie Eltern Kinder dabei unbedingt begleiten müssen. Wir besprechen darin außerdem die Nachteile der Mediennutzung für Kinder:

    Hatespeech, Fakenews, kritisches Material (Tötungen, Suizide, die gefilmt und ins Netz gestellt werden), Cybermobbing, Pornographie, Pädophilie und über Suchtpotenzial. Es geht aber auch um die Vorteile von Mediennutzung: Bildung ist für alle zugänglich; Jeder hat eine Stimme; Gutes kann entstehen, durch virale Aktionen (Online-Petitionen); Fähigkeiten können ausgelebt werden: Schreiben, Fotografieren, Kunst; Tutorials helfen im Alltag …

  • Was wird dein Kurs kosten? Mein Kompaktkurs wird alle Inhalte für Kids von 3-15 Jahren enthalten und der teuerste Kurs sein, die separaten Kurse zu Kleinkindern, Grundschülern, Teenagern sind preislich gestaffelt. Der Teenager-Kurs ist sehr umfangreich, daher ist dieser zum Beispiel teurer als der Kurs für Eltern von Kleinkindern. Ich werde aber für Abonnenten und Leser meiner Facebook Gruppe einen Einführungspreis mit Rabatt anbieten.
  • Wie läuft der Kurs ab? Die Kurse kann man einmal “am Stück” kaufen, das bietet Eltern einfach die größtmögliche Flexibilität, weil man dann, wenn man auch wirklich Zeit hat, die Podcasts hören oder Videos gucken kann. Jeder Kurs besteht aus Videos, Podcasts und einer Menge PDFs, die die wichtigsten Dinge zusammen fassen und Anleitungen zu Sicherheitseinstellungen beinhalten.
  • Könntest du auch in unseren Kindergarten/unsere Schule kommen? Ja, das werde ich. Schreibt mir hierzu einfach eine Mail, ich biete in ein paar Monaten Medienkompetenz Vorträge und Elternabende für Medienkompetenz in NRW an. Die Kosten richten sich dann je nach Fahrtweg, Thema und Teilnehmerzahl.

Hier bekommt ihr weitere Informationen: Kinderdigitalbegleiten.de

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“Wir haben ein riesiges Problem!“

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7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Danke Leonie für diesen langen Text und deine Erfahrung. Ich kann dir nicht oft genug sagen, wie wichtig ich deine Arbeit finde. Wir hatten bei uns an der Schule einen Polizisten für einen Vortrag. Da ging es dann um den Computer, Microsoft usw. Ich war so enttäuscht!! Dabei wollten wir Eltern doch wissen, wie wir die Handys der Kinder sicher einstellen und Insider-Tipps haben. Deine Tipps sind für mich Insiderwissen, obwohl ich dachte das ich im Internet ganz fit bin. Danke für deine Arbeit, Isa

Antworten

    Hallo Isa, danke – freut mich sehr! WIRKLICH! Es tut mir Leid, dass euer Workshop bzw. der Vortrag in der Schule nicht so gut lief; manchmal hilft es, dem Referenten auch vorab Fragen “die wirklich brennen” auf den Weg zu geben, damit er sich auch gezielt vorbereiten kann.
    Wenn du konkrete Fragen an mich hast, schreib mir gerne an leonie@minimenschlein.de – liebe Grüße, Leonie

    Antworten

Hallo Leonie, ich lese hier immer nur still mit. Aber nun möchte ich mich auch einmal zu Wort melden. Ich danke dir fürs Augen öffnen, mir war das alles nicht bewusst oder ich war naiv. Ich habe es bisher verpasst meine Kinder da richtig zu schützen. Mein Sohn ist nur noch an seinem Handy (12 Jahre alt, wird im August 13) und in seinem Zimmer. Ich weiß nicht, was er da macht u kenne seine Apps nicht.. Du hast von digitalen Familienregeln geschrieben, was muss ich mir darunter vorstellen? Die könnten uns vielleicht gut helfen. M.

Antworten

    Hallo Martina, das ist etwas komplexer und Teil meines Onlinekurses. Schwierig, das so kurz zu beantworten, weil digitale Familienregeln TOTAL individuell sind. Wie gesagt, ich zeige einige Wege in meinem Kurs auf, aber ich glaube, dass man diese früh gemeinsam mit den Kids erarbeiten sollte, damit sie auch gelingen. Sozusagen präventiv. Wenn dein Sohn bislang keine Regeln hatte, wird er nicht verstehen, wieso es ab sofort welche gibt. Daher solltest du das unbedingt mit ihm besprechen. Ich berate dich da gerne. Schreib mir doch einfach an leonie@minimenschlein.de

    Antworten
Natalie Jochinger
12. Mai 2019 0:24

Danke Leo, dass du dich so intensiv damit beschäftigst… dieses Thema schwirrt auch schon seit einiger Zeit in meinem Kopf und ich fühle mich damit komplett überfordert, eine Lösung zu finden, wie ich die Kinder vor dieser auch sehr kranken digitalen Welt schütze, ohne Ihnen den Zugang dazu zu verwehren… ich bin sehr gespannt auf deine Recherche und freue mich auf den Kurs. Ich melde mich bei dir auch wegen der Aufklärung in Kindergärten. Das würde ich sehr gerne bei uns anbieten.
Weiterhin viel Erfolg bei deinen Recherchen. Liebe Grüße Natalie

Antworten

    Hi Natalie, freu mich sehr von dir zu lesen 🙂 Ja, melde dich gerne im Sommer, dann vereinbaren wir was. Es ist wichtig, schon im Kindergartenalter da auf ein paar Dinge acht zu geben – wir Eltern können das alles nämlich gar nicht wissen, wir sind selbst ja nicht damit groß geworden. Liebe Grüße, Leo

    Antworten
kamatilimi
13. Mai 2019 12:37

Danke, Leonie. Für deine Mühen, deine Recherchen und das Augen öffnen!!!

Antworten

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