Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Buchtipp

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​Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Buchtipp

Als Mama eines dreijährigen Mädchens lese ich dann doch recht häufig in Ratgebern. Bei meiner großen Tochter hab ich das gar nicht getan und viel aus dem Bauch heraus gemacht. Sie war ein recht ruhiges Kind, ich kann mich nicht erinnern, dass die Trotzphase auch nur annähernd anstrengend war. Aber „jedes Kind ist anders und wundervoll einzigartig“ – genau so steht es auch in „Die Trotzphase ist kein Ponyhof“ von Christina und Alexander Tropper.
Die beiden Zwillingseltern haben einen Survival-Guide für Eltern herausgebracht, der sich wunderbar leicht und an den richtigen Stellen voller Humor liest und anhand von Beispielen eine nachvollziehbare und einfache Sicht auf das gibt, wie unsere Kinder gewisse Situationen erleben. Die Kindersicht – die vergessen wir Erwachsenen ja vielleicht manchmal, wenn wir mitten in einem Trotzanfall mit den Kids stecken und einfach nicht mehr weiter wissen. Ich habe das Buch gelesen. Und weil ich es super gerne mochte, will ich heute darüber berichten:
 
Vorab: Die Trotzphase ist super! Glaubt ihr nicht? Dann lest dieses Buch! 😉 Keine Frage, natürlich ist sie für alle Beteiligten auch anstrengend, aber was wir zu Beginn im Buch der Beiden lernen ist, wie wichtig die Trotzphase ist. Denn, wenn sie überstanden ist, hat das Kind eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass Konflikte ziemlich unangenehm sein können und Spannungen erzeugen. Die aber kann man aushalten. Sie gehören zum Leben dazu, und trotz Konflikten sind die Bezugspersonen, also Mama und Papa, immer für das Kind da. Die Trotzphase stärkt aber vor allem den Willen unserer Kinder und auch, wenn wir das mittendrin gerne vergessen: Genau das wollen wir ja! Ein gestärktes Kind, das später in Schule und Beruf seine Wünsche und Bedürfnisse äußern kann. Die Trotzphase erlaubt also, dass unsere Kinder ihre eigene Gefühlswelt erleben und spüren, sich ein allererstes Mal abgrenzen und lernen, mit Konflikten umzugehen.
Tja, mögt ihr vielleicht denken – in der Theorie klingt das klar und logisch – doch, wie reagiere ich in den einzelnen Situationen? Was tun, wenn sich mein Kind an der Supermarktkasse brüllend auf den Boden wirft?  Was tun, wenn mein Kind partout keine Zähne putzen will? Was tun, wenn das Kind (im Buch liebevoll Trotzi genannt), sich weigert, beim Spaziergang weiterzulaufen? Dann natürlich, wenn ihr keinen Buggy oder sonstiges dabei und die Hände voll Taschen habt …

Die Trotzphase bei Familie MiniMenschlein spielt sich eigentlich nur zuhause ab. PUH! Ich bin wirklich froh, dass sich mein Kind im Supermarkt noch nicht auf den Boden geworfen hat. Dennoch ist diese Phase für mich nicht minder anstrengend. Die Herausforderungen verlagern sich eben, bei uns ist es gerne das Thema Essen. Abend für Abend denke ich, die Stimmung ist gut, wir haben den Tisch gemeinsam gedeckt, vielleicht sogar zusammen gekocht, das Kind muss doch jetzt Freude und Hunger und überhaupt haben. Dann sitzen wir am Tisch und dann: Ich hab aber keinen Hunger. Ich will nicht essen. Ich will nur Fleischwurst. Und dann kommen irgendwann die Sprüche aus dem Kindergarten „Das Essen ist bah!“ „Das Essen ist eklig“ und so weiter. Es folgt ein Wutanfall und meine schöne Vorstellung vom gemeinsamen Abendessen, weil endlich die ganze Familie zusammen kommt, plätschert seicht dahin …
Zum Thema Essen habe ich in diesem Buch eine Sache gelernt: Wir müssen unser Kind nicht dazu bringen, die eine Sache auf jeden Fall zu probieren. Wir können unserem Kind vielmehr die Zeit geben, Lebensmittel zu erkunden. Also erstmal fühlen, riechen und so weiter. Hier sollten wir uns nach dem Tempo des Kindes richten – und nicht umgekehrt. Das werde ich heute Abend direkt mal am Tisch ausprobieren. Es wird nämlich Linsensuppe geben und Suppen sind hier eigentlich ziemlich beliebt, und Linsen gehen auch, aber die Möhren darin – das könnte schon wieder schwierig werden. Wenn wir heute also wieder ein Problem mit dem Abendessen haben, dann werde ich garantiert diesen Trick des Zeitlassens und Entdecken anwenden.
Ja, manchmal ist es so einfach. Aber ich zum Beispiel sehe manchmal die einfachsten Dinge im Alltag nicht mehr. Daher mag ich es so gerne, in verschiedene Bücher reinzulesen, weil ich immer etwas für mich mitnehme. Danke, Familie Tropper! :)Ordentlich Wumms hat bei uns auch die Aufräum-Situation. Ich bin nämlich sehr ordentlich und ich wünsche mir ja insgeheim, dass meine Kinder auch so ordentlich sind. Das geht natürlich nicht und ich weiß, dass das auch völliger Quark ist. Mit den Kindern gemeinsam aufräumen und dabei auch loben, – also das Kleinkind, versteht sich – mache ich manchmal, aber da könnte ich vielleicht auch noch besser werden. Und konkreter! Ich muss konkrete Arbeitsschritte benennen, um mein Kind nicht zu überfordern. Wieder was gelernt!

Jetzt habe ich nur zwei von vielen Themen genannt, die euch in „Die Trotzphase ist kein Ponyhof“ erwarten. Weitere Überthemen sind Schlafen, Zähneputzen und Mediennutzung, ein großes Kapitel ist die Trotzphase UNTERWEGS, also beim Einkaufen oder im Restaurant – denn da zeigen kleine, wilde Menschen ja auch gerne ihre wilden Seiten.

Schön ist, dass man immer wieder echte Schmunzler im Buch hat, somit fühlt es sich einfach nicht wie ein klassischer Ratgeber an. Wirklich gelacht habe ich im Kapitel, als es ums Teilen geht. Da schreibt die Autorin: „Würden Sie jemandem einfach so ihren Mann borgen?“ HAHA, natürlich nicht! Um Gottes willen! Den teile ich nicht! Nun, unsere Kinder möchten auch mal nicht teilen – müssen es aber lernen. Manche Dinge sind ihnen dann aber so wichtig wie mir mein Mann.

Ganz klar: Manchmal muss man einfach die Kindersicht kennen, um gewissen Situationen gemeinsam zu meistern. Und im Alter von etwa vier Jahren ist die Trotzphase, die genau genommen ja Autonomiephase heißt, abgeschlossen. Wir schaffen das! Tschüss Trotzkopf!

Das Buch von Christina und Alexander Smutni-Tropper könnt ihr hier* bestellen. Übrigens: Christina bloggt – nicht nur für Zwillingseltern – unter einerschreitimmer.com.

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Bestellt! Danke für den Tip!

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