Interview Eugen Chakhnovitch

Interview Eugen Chakhnovitch: Das sind die Kids-Trends

Weil die Sommer-Sales schon längst gestartet sind, wollte ich wissen: Was kommt danach? Was sind die Trends von morgen? Ich habe dazu mit Eugen Chakhnovitch gesprochen. Eugen ist Head of Sales bei C.W.F. Children Worldwide Fashion.
In seinem Düsseldorfer Showroom stehen sie: Die Teile, die wir in den kommenden Saisons in den Läden finden. Eugen ist dafür verantwortlich, dass Deutschlandweit hochexklusive Kindermode über die Ladentheke geht. Zu seinen Kunden gehören Galerie Lafayette und KaDeWe in Berlin, Ludwig Beck und Oberpollinger in München, Barbara Frères und Baby Kochs in Düsseldorf, Poupette und Alsterhaus in Hamburg, P&C, La Luna und Onkel Bill in Köln, Donna & Lottchen auf Sylt und viele, viele mehr.
Im Angebot hat er insgesamt elf Brands. Darunter Billieblush und Billybandit, DKNY, Little Marc Jacobs, Karl Lagerfeld Kids oder Chloé  – um nur ein paar Namen zu nennen. ​Ich habe Eugen zum Interview getroffen und zeige euch in den Fotos ein paar Einblicke aus der kommenden Herbst/Winter-Kollektion. Ich wollte wissen: Was kommt? Was geht? Was bleibt? Ein Gespräch über Trends:
Leonie: Eugen, du kennst die Trends von morgen immer schon wesentlich früher als alle anderen. Was ist das Schönste an deinem Job? 
Eugen: Das Schöne an meinem Beruf ist, dass ich ein sehr familiäres Verhältnis zu meinen Kunden habe. Ich gehe gerne in die Stores und helfe da auch mal aus, weil ich dann eben auch sehe: Wer kauft unserer Stücke? Es ist super wichtig, ein Gefühl für den Endkunden zu haben, und einfach zu wissen, was die Leute wollen. Dazu gehört auch, viel mit den Verkäuferinnen in den Läden zu sprechen. Denn die wissen sehr gut, was sich Mütter wünschen. Und natürlich sind es auch die vielen Reisen, die schön sind. Unsere Arbeit ist immer in Bewegung und niemals Stillstand.Du verkaufst nicht nur hochexklusive Kinderkleidung an ausgewählte Stores, du schaust dir auch viele Shops an ..
Ja, ich war vergangenes Jahr zum Beispiel bei Luisa Viaroma in Florenz, weil ich mir den Shop unbedingt mal ansehen wollte. Von außen sieht man gar nicht, dass sich hinter der Glaswand mit Flatscreen ein Laden befindet. Und auf einmal spricht eine Stimme mit dir. Ohne, dass du es weißt, wirst du dann gescannt, so dass du sofort Empfehlungen bekommst. Sie scannen deine Augenfarbe und ersehen, welche Farben dir stehen, wie groß du bist, welche Schuhgröße du trägst. Und schließlich bekommst du angezeigt, welche Brands zu dir passen würden. Erst dann öffnet sich die Tür, eine Parfümwolke kommt dir entgegen und da steht dann deine persönliche Beraterin – mit HighHeels auf einem E-Board. Sie stellt sich vor, fragt, welche Sprache man sprechen möchte, denn sie selbst spricht vier Sprachen!
Und dieser Service, diese Dienstleistung, das ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich habe bis heute Gänsehaut, wenn ich daran denke. Ich erzähle es dir jetzt gerade, du erzählst es vielleicht deinen Freunden. Und das ist der Grund, warum dieses Laden-Konzept so gut funktioniert – der excellente Service, den man eben auch braucht, wenn man so exklusive Mode verkauft. Und das versuche ich auch umzusetzen, obwohl ich nicht an den Endkunden, sondern an die Stores selbst verkaufe. Trotzdem müssen die Kollektionen den Stores UND den Endkunden gefallen. Ich muss also beides berücksichtigen – was passt zum Store und was wollen die Mütter kaufen.
 

Lass uns ein bisschen über die Trends sprechen, die wir hier auf den Fotos aus eurem Showroom sehen. Im Fashionsommer 2015 spielten Flamingos eine große Rolle – 2016 ist das Thema auch bei Interior und Accessoires angekommen. Genau genommen, sind Flamingos aber längst out – was also wird das nächste große Ding? Ein ganz großer Trend bei den Mädchen werden Schwäne. In Pastell-Farben, als Print oder Stick! Außerdem sehr gefragt ist MiniMe. Die komplette Kollektion von Chloé ist MiniMe. Die meisten Teile aus der Kollektion gibt es für Kinder und für die Mama. Farblich ist der Winter sehr pastellig, aber auch viel Weiß kommt vor!

Kannst du uns einen Einblick geben, an welchem Trend wir nicht vorbeikommen werden? 
Ich glaube, wir und auch Kinder wollen heutzutage anders sein, einzigartig! Und so ist der Trend cool und lässig. Das merkt man auch bei DKNY. Die Kollektion geht auf Streetwear und Oversize.

Wie sieht es bei den Mode-Trends für Jungs aus?
Ein großes Modethema für Jungs werden Superhelden. Zum Beispiel bei Little Marc Jacobs oder Billybandit. Farblich ist bei Jungs Rot in diesem Winter angesagt.
Und natürlich große Brandings. Es gab so eine Zeit, da fand man es zu plakativ, wenn die Marken groß auf den T-Shirts standen, aber dieser Trend hat sich geändert. Wer zum Beispiel gerne Hugo Boss kauft, möchte natürlich auch auffallen. Den Hugo Boss Schnuller in der Geschenkbox zum Beispiel lieben die Leute! Aber zurück zu den Brandings, die sind jetzt einfach überall. In der Sommerkollektion 2018 werden die Brandings dann noch mit Grafiken kombiniert.

Und was ist in Sachen Kindermode total abgeschrieben? 
Out ist alles, was austauschbar ist. Wenn ich das jetzt an einem Fashionteil festmachen müsste, dann würde ich sagen: Polo-Shirts. Man trägt jetzt einfach eher alles bequem und oversize. Gerade in der Kindermode wird es wilder und keine starrem Kragen wie beim Polo mehr.

Gibt es Stücke in der Kindermode, die niemals eine Sache von Trends und einfach immer angesagt sind? 

Bei Mädchen gehen immer Kleider. Ob Winter oder Sommer! Im Winter gibt es auch tolle Kaschmirkleider und im Sommer wird mehr mit Farbe gespielt. Bei Jungs gehen natürlich immer Jeans und T-Shirts mit Prints. Eine Jogginghose für Mädchen und Jungs kann man auch super cool kombinieren. Bei Billieblush haben wir mittlerweile in jeder Kollektion Jogger.

Ihr habt bei euren Brands jede Menge prominente Fans. Magst du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern?
Wir arbeiten in England zum Beispiel mit den Beckham’s zusammen. Und Victoria Beckham kommt dann auch in unser Showroom persönlich, das macht keine Assistentin. Sie nimmt sich da selbst die Zeit und wählt gezielt aus. Die Tochter von Tom Cruise statten wir auch aus, oder die Kids vom Sylvie Meis. Ich möchte fast sagen, es gibt kaum einen internationalen Star, mit dem wir nicht arbeiten.

Spannend, Eugen! Ich danke dir für deine Zeit und dieses besonderen Einblick!

 

Eugen Chakhnovitch brennt für Kids-Fashion, obwohl er selbst noch keine Kinder hat. Dass er im Modebereich arbeiten will, war schon früh klar. An seinem 18. Geburtstag feierte er nicht etwa bis tief in die Nacht – Eugen stand früh auf und holte sich einen Gewerbeschein. Damit eröffnete seinen ersten eigenen Laden. Heute hat er in der Kidsfashion sein Zuhause gefunden – als Head of Sales bei C.W.F. Children Worldwide Fashion bringt er Luxusmarken für Kids nach Deutschland. ​


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