Ich hatte Fehlgeburten

„Wenn die Wiege leer bleibt“ titelt Sarah Heidi Engel in ihrem Beitrag in der Onlineausgabe der ZEIT im April 2021. Ein schmerzhafter Titel, der eine wahre Geschichte erzählt: unsere.
Drei Jahre hatte ich damals gebraucht, um über meine Fehlgeburten hier bei MiniMenschlein zu schreiben. Drei Jahre, die es brauchte, um zu verstehen, zu verarbeiten, zu verzeihen.
Aber eines Tages musste es einfach raus. Ich setzte mich an den Laptop und schrieb und schrieb und schrieb meinen Erfahrungsbericht zum Thema Fehlgeburten. Bis heute ist dieser Artikel der meistgelesene Beitrag hier auf meinem Blog. Bis heute bekomme ich jede Woche Nachrichten mit Fragen, Erlebtem, Hilfegesuchen und euren Wünschen, “doch noch ein bisschen mehr über mich und meine Geschichte zu erzählen”.
Das habe ich getan. In der ZEIT könnt ihr den Beitrag von Sarah Heidi Engel mit dem Titel „Wenn die Wiege leer bleibt“ nachlesen. Ja, er versteckt sich hinter einer Paywall. So ist das mit gutem Journalismus, der muss bezahlt werden. Und wenn ihr Betroffene seid und nicht weiterwisst, lest diesen Beitrag oder meinen Original-Artikel, mein ganz persönlicher Beitrag zum Thema Fehlgeburten.

Ich hatte eine Fehlgeburt

Es ist April 2021. Meine kleine Tochter, auf die wir so so viele Jahre sehnsüchtig gewartet haben, wird in diesem Monat sieben Jahre alt. Sieben! Ich habe damals, nach meinen Fehlgeburten, unzählige Stunden in Internetforen für Mamas von Sternenkindern verbracht. Das hat mich anfangs getröstet, war irgendwann aber zu viel. Am Ende hatte unsere Geschichte ein Happy End – mit der Geburt unserer kleinen Tochter.

Aber der Weg dahin war steinig und die Schwangerschaft schwierig. Dass diese nach zahlreichen Fehlgeburten von Ängsten geprägt war, das muss ich sicherlich keiner Mama erklären. Jeder Tritt machte mich glücklich, blieben jedoch Kindsbewegungen aus, eilte ich sofort zum Arzt. Man mag mein Verhalten damals als „übertrieben“ und „gestresst“ wahrnehmen. Ich glaube, gestresst war ich tatsächlich. Einfach, weil ich fürchtete, noch ein Baby – mein Baby – verlieren zu müssen.

In den vielen Gesprächen mit der Journalistin der ZEIT war immer wieder das Thema, wie viele Fehlgeburten es denn nun konkret waren. Doch in all der Trauer, die ich mehr und mehr durch Hoffnung ablösen musste, habe ich weder Buch über meinen Schmerz noch Aufzeichnungen über die vielen Operationen geführt. Ich weiß nicht, ob es sieben oder acht Fehlgeburten waren. Ich weiß nur, dass es mir immer den Boden unter den Füßen wegriss, ich lange Trauerphasen hatte, aber auch für mich, meine bereits große Tochter und meinen Mann Wege finden musste, das Leben nicht zu vergessen.

Letztlich hilfreich war für mich die Behandlung beim Hämatologen. Mein Arzt praktiziert heute nicht mehr, bzw. genießt seine Rente. Aber das ist eine Sache, die ich allen nur empfehlen kann: Sprecht euren Frauenarzt/eure Frauenärztin darauf an, ob es ggfls. Sinn ergibt, einen Hämatologen ins Boot zu holen. In meiner Geschichte war dies der Schlüssel zum Glück.

„Wenn die Wiege leer bleibt“ von Sarah Heidi Engel, für Leser*innen der ZEIT hier. Und meinen Leser*innen hier und überhaupt zum Thema “Fehlgeburten” wünsche ich Kraft, Zeit für Trauerarbeit, Hoffnung und Glaube. Ich hatte, unabhängig von meiner Religion, den Glauben daran nicht verloren, dass wir noch ein Baby bekommen werden. Vor sieben Jahren ging dieser Wunsch in Erfüllung.

Mein Weg aus den Fehlgeburten: unsere Lösung

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