Ist es eigentlich okay, Kindern jeden Wunsch zu erfüllen?

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Ist es eigentlich okay, Kindern jeden Wunsch zu erfüllen?

Kindern jeden Wunsch erfüllen? Wenn ich prompt antworten müsste, würde ich sagen: Ja, okay ist es, aber sicherlich pädagogisch nicht sinnvoll.
Wenn ich darüber nachdenke, würde ich sagen: Jeder so, wie er will. Und: In Maßen statt Massen.
Was aber, wenn ich noch ein bisschen länger nachdenke und reflektiere, wie ICH selbst das eigentlich wirklich mache …?

Als ich gestern das Kinderzimmer aufräumte mit dem Vorhaben, dass ich bei der Gelegenheit dann gleich mal ausmiste und eine Kiste für den Flohmarkt fertig mache, fielen mir zwei Dinge auf:
Erstens habe ich kaum etwas für die Flohmarktkiste. Weil alles bespielt wird und Lina alles gerne hat.
Zweitens hat sie nahezu all das, was sie sich gewünscht hat. Tatsächlich ist es so, dass ich ihr – eigentlich – selten einen Wunsch abschlage. Es dauert nur meistens etwas, bis sie erfüllt werden. Weil ich eben die Anlässe abwarte …
​Nun habe ich die Sache mit den Wünschen bei Kindern schon einmal quasi durch – Lilly ist ja schon 14 Jahre alt und auch da habe ich immer irgendwie versucht, ihr die Wünsche zu erfüllen. Heute ist sie Teenager, da ist das etwas anders:

Ich habe in meinem Smartphone eine Notiz, die ich immer mit Wünschen befülle, die die Kids äußern. Stehen dann Geburtstage oder Weihnachten an, verteile ich diese Geschenke an Oma, Opa, Tanten, Onkels und den Rest übernehmen wir selbst.

Kürzlich laß ich, dass viele Familien etwa 250 bis 300 Euro pro Kind zu Weihnachten ausgeben. Hola! Da bin ich echt ein wenig erschrocken. Obwohl ich versuche, die Wünsche meiner Kinder zu erfüllen, übersteigen die Geschenke niemals einen Wert von 100 Euro. Und wenn dann mal doch, dann legen wir zusammen. Dann gibt es eine Sache zum Beispiel von Oma und uns oder so.

“Meine Kinder müssen darauf warten, bis ihre Wünsche erfüllt werden”

Ich kann sagen, meine Kinder müssen darauf warten, bis ihre Wünsche erfüllt werden. Es ist nicht so, dass ich sofort etwas in den Amazon Warenkorb lege, wenn die Kleine äußert: Ich wünsche mir soo soo gerne ein Puppenhaus. Dann notiere ich das und warte die nächste Gelegenheit ab.

Bei meiner großen Tochter haben sich mit ihren 14 Jahren natürlich die Wünsche verändert – zusammengefasst kann ich sagen: Sie sind schweineteuer. Neues iPhone, Tablet, MacBook, iMac, Klamotten und so weiter. Und da muss ich dann leider passen. Ein neues iPhone halte ich für alle Teenager – sorry – einfach gänzlich ungeeignet. Zu oft wird etwas vergessen, verloren oder fällt runter. Ein iMac macht sich schick auf dem Schreibtisch, wenn man Kosten und Nutzen dann jedoch abwägt macht das, sorry, auch keinen Sinn für einen Teenager. Klar, sieht super aus und ich persönlich arbeite auch am iMac. Aber das ist eben der kleine, feine Unterschied. Ich arbeite daran!

Ich muss bei vielen Wünschen meiner großen Tochter also passen – oder aber möchte nicht, dass sie so hochpreisige Stücke hat. Trotzdem möchte ich aber natürlich unterstützen, dass sie mit dem Computer umgehen kann und so weiter. Wir haben es so gelöst, dass Lilly einerseits einen 10-Finger-Kurs gemacht hat und danach bekam sie ein altes MacBook, das wir neu aufgesetzt haben. Auch in Sachen iPhone bekommt sie alte Geräte, die innerhalb der Familie „frei“ geworden sind. {Wie ich zum Thema iPhone bei Kinder stehe, darüber habe ich hier schon einmal geschrieben.}

Aber kommen wir zurück zu Linas Wünschen und der Flut an Spielzeug, die wir im Kinderzimmer haben.
Zu Weihnachten sind wahnsinnig viele neue Bücher eingezogen. Wir lesen immer morgens und abends und hatten monatelang von alten Büchern gezehrt. Nun haben wir neue, ganz ganz tolle und witzige Kinderbücher – die Alten möchte ich aber dennoch nicht weg geben.

Knete, Fimo oder Bügelperlen kaufe ich zwischendurch einfach so. Die retten einfach so manchen verregneten (Nach-)mittag und kommen so oft zum Einsatz, dass sie nie auf der Wunschliste stehen, weil diese Sachen immer da sind.

Zwei Wünsche hat Lina schon vor vielen Monaten geäußert, die werden wir zu ihrem vierten Geburtstag im April umsetzen: Ein Hochbett und ein Fahrrad. Das Hochbett von Paidi steht noch von meiner großen Tochter im Keller, ich werde es neu streichen und denke, dass man das wieder gut in Schuss bekommt. Und beim Fahrrad werden wir innerhalb der Familie zusammenlegen.

Ohne Wünsche sind Kinder nie

Ich kenne kein Kind, dass keinen Wunsch hat. Es gibt immer Dinge, die sie entdecken und sie sich wünschen. Und es gibt Dinge, die wir gemeinsam entdecken – und dann zur Wunschliste kommen. Letzte Woche waren bei Mediamarkt Tonies im Angebot, da habe ich dann zwei neue bestellt, die ich aber aufbewahre bis zum nächsten Anlass. Bei Freunden haben wir Knet-Sand* getestet und ich selbst fand ihn so so toll, dass ich ihn auch direkt bestellt habe – bespielt wird er aber noch nicht, auch er liegt noch in der Schublade und wartet auf seinen Einsatz. Vielleicht lege ich ihn zum Osterkörbchen.

Meine Fazit: Ja, meine Kinder bekommen fast alles, was sie sich wünschen. Manchmal müssen sie etwas länger darauf warten, dass ihre Wünsche erfüllt werden.
Meine große Tochter erfüllt sich mittlerweile auch Wünsche selbst. Vom Taschengeld oder Geldgeschenken zu Weihnachten und Co.

Ich versuche schon auch, meinen Kindern zu erklären, dass Geschenke teuer sind und etwas Besonderes, und man nicht alles einfach so und sofort haben kann.
Und glücklich macht es mich ja auch, sie glücklich zu sehen. Ob ich da pädagogisch jedoch alles so richtig mache, das weiß ich auch nicht. Es ist mein, unser Weg. Und mich würde wirklich interessieren, wie andere Familie das so regeln …

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